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Selbst wenn man wollte, man könnte es nicht wegdiskutieren. Die SCORPIONS
sind seit Jahrzehnten eine der erfolgreichsten Rockbands weltweit. Bereits im
Herbst letzten Jahres hat die Band eine Mammuttour über fünf Kontinente
angekündigt, die mindestens zwei Jahre lang dauern soll. Ende Januar kam
dann der Knaller: Die SCORPIONS hören auf! Mit der „Get your Sting and
Blackout Farewell-Tour 2010/2011“ beendet eine der Bands, die für viele im
Rockbusiness Wegbereiter war, ihre Karriere.
„Als wir in den vergangenen Monaten an unserem neuen Album gearbeitet
haben, spürten wir, wie kraftvoll und kreativ diese Arbeit vonstatten ging und
wie viel Spaß es uns machte“, sagt Sänger Klaus Meine. „Und irgendwann“, so
Gitarrist Matthias Jabs, „kam dann die Idee, die Karriere mit diesem
außergewöhnlichen Album zu beenden.“ Sting in the Tail ist am 19.03.2010
erschienen und ist vielleicht das charakteristischste Album der SCORPIONS
geworden. Vielleicht auch das schönste. Auf jeden Fall das authentischste.
Rock ist erwachsen geworden, ernst zu nehmend. Entscheidend für das
Funktionieren dieses Konstrukts sind die Menschen, die Fans. Ohne Grenzen
von Klassen, Geschlecht oder Alter. Genau diese Authentizität der Basis
spiegelt sich in den Songs von Sting in the Tail wider.
40 Jahre ist es her, dass die Formation der SCORPIONS gegründet wurde. Ihre
Ziele waren klar, aber fast apokalyptisch: „Erstens, wir beschränken uns auf
englische Lyrics, weil wir – zweitens – irgendwann zu den besten Rockbands
der Welt gehören werden.“ Der Rest ist Musikgeschichte! Mittlerweile haben die
SCORPIONS mehr als 100 Millionen Tonträger verkauft und es gibt nicht viel
nennenswerte Preise, mit denen die Band noch nicht ausgezeichnet wurde. Alle
Arbeit hat sich gelohnt und die Jungs haben mehr erreicht, als sie sich jemals
hätten vorstellen können. „Ich habe mir anfangs viel gewünscht“, sagt Rudolf
Schenker. „Ich hatte mir vorgestellt, irgendwann zu den besten 30 besten
Rockbands der Welt zu gehören. Inzwischen haben wir mit Aerosmith und Kiss
auf der Bühne gestanden, mit Metallica und AC/DC und ich weiß gar nicht
mehr, mit wem noch, von dem man selbst fasziniert ist – bis hin zu den Berliner
Philharmonikern.“
Der Treibstoff der Band heißt LIVE. „Ich denke“, sagt Meine, „es ist das
wichtigste Argument, das stärkste: Die SCORPIONS sind eine Band, die von
Anfang an ihren Platz auf der Bühne gesehen hat (…). Es war immer die
Herausforderung Fans zu überzeugen und live eine großartige Show zu
spielen.“ Der SPIEGEL schrieb kürzlich: „In Deutschland mögen es viele nicht
glauben oder besser: nicht wahrhaben, dass die SCORPIONS aus Hannover,
gegründet 1965 als Schülerband, im Rest der Welt immer noch eine große
Nummer sind. Richtig groß sogar: Allein im vergangenen Jahr haben sie knapp
70 Konzerte in 27 Ländern gegeben, und zwar nicht vor ein paar hundert
hartgesottenen Fans, sondern vor insgesamt rund 1 Million Zuschauern.“
Klaus Meine, Rudolf Schenker und Matthias Jabs zur Abschiedstournee: „Wir freuen uns riesig über den sensationellen Erfolg unserer Tour und versprechen unseren Fans in Deutschland eine Hammer-Show.“ Are you ready to rock?
Special Guest: EDGUY
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